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Instrumente in der Verbraucherpolitik

Autor: Alexander Leipold (Seite 2 von 2)

Böll-Stiftung veröffentlicht Meeresatlas

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung wird der verstärkte Konsum von Fisch und Fischprodukten empfohlen. Die überwiegend öffentlich finanzierte Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)  empfiehlt bei der Wahl von Nahrungsmitteln mindestens ein- bis zweimal pro Woche auf Fisch zurückzugreifen. Die grünennahe Heinrich-Böll-Stiftung hat dieser Tage zusammen mit der Zeitschrift Le Monde diplomatique den Meeresatlas 2017 veröffentlicht. Als Teil der Reihe über nachhaltigen Konsum informiert der Atlas auch über die gestiegene Nachfrage nach Fisch und die Entwicklung der globalen Fischbestände. Dass ein wachsender Teil des Bedarfs über künstliche Fischpopulationen befriedigt wird, ist keine neue Erkenntnis, aber ein drängendes Problem, da Ökosysteme und Bestände nicht beliebig erweiter- und veränderbar sind. Und auch der wachsende ökologische Fußabdruck, der durch den anhaltend hohen Energiebedarf in den westlichen Industrienationen erzeugt wird, wirkt sich schädlich auf die Fischbestände aus. Durch die Schmelze der Polkappen – eine Folge der globalen Erwärmung – verändert sich die Süßwasserzusammensetzung der Meere und die Nahrungsgrundlage für bestimmte Fischarten. Die globale Erwärmung ist somit mindestens indirekt mit der Verbraucherpolitik verknüpft. Wir empfehlen den Atlas zur informierenden Begleitlektüre.

Der Meeresatlas kann hier heruntergeladen werden.

Daniel Kahneman im Interview

Die verhaltenswissenschaftliche Steuerung des Verbraucherverhaltens ist eines der zentralen Untersuchungsgegenstände von IniVpol. Über dessen wissenschaftstheoretische Entwicklung wird jedoch eher selten informiert. In diesem schon 2007 aufgenommenen Beitrag für die Reihe Conversations with History der University of California (UCLA) äußert sich Verhaltensökonom Daniel Kahneman im Gespräch mit Harry Kreisler zu seinem intellektuellen Werdegang. Auch die symbiotische Arbeitsbeziehung mit seinem Kollegen Amos Tversky wird besprochen. Kahneman und Tversky, deren sogenannte Neue Erwartungstheorie (Prospect theory) die Fundamente der modernen Wirtschaftstheorie mittels psychologischer Modelle und Experimente revolutioniert haben, gelten heute als Begründer der Verhaltensökonomik.

Cass Sunstein informiert übers ‚Nudging‘

Cass Sunstein, Professor für Rechtswissenschaft an der Harvard University, ist für seinen Beitrag zur Theorie des ‚Nudging‘ bekannt. Das Konzept ist seit einigen Jahren in der öffentlichen Debatte rege diskutiert, gilt es doch Kritikern als eine unzulässige Bevormundung des Einzelnen, welche Freiheitsrechte beschneide. In dieser für die private Royal Society of Arts (GB) aufgezeichneten Vortragsveranstaltung aus dem Jahr 2014 informiert detailliert über seine Theorie und setzt sich mit der Kritik auseinander. Wir empfehlen diesen Beitrag zum Einstieg in die Diskussion:

 

 

 

 

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