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Instrumente in der Verbraucherpolitik

Schlagwort: adressatenverständnis

Workshop „Politik mit dem Verbraucher“ führte verschiedene Perspektiven der Verbraucherforschung zusammen

Der Workshop „Politik mit dem Verbraucher“ führte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verbraucherpolitik und Wirtschaft zusammen. Dadurch wurden verschiedene Perspektiven auf das dynamische Forschungsprogramm der Verbraucherforschung gerichtet. Am Ende zeichnete sich ab, dass es nicht eine Perspektive auf das Akteurhandeln in der Verbraucherpolitik geben kann und dass Verbraucherforschung und -politik enge Wege gehen sollten, um die aktuellen Veränderungen einzuordnen.

Der Workshop wurde mit einem Vortrag von Holger Straßheim (Universität Bielefeld) eingeleitet. Straßheim fragte allgemein nach der Rolle verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse für die Verbraucherpolitik. Nach einer Vorstellung zentraler Akteure, Begriffe und verwendeter Methoden fokussierte Straßheim auf eine spezifische Akteurkonstellation innerhalb der Verbraucherpolitik, die er mittels Netzwerkanalyse abbildete. Insgesamt sah Straßheim weiteren Forschungsbedarf was die Anfälligkeit politischer Partizipation seitens der Verbraucher für manipulative Aufbereitung von verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen abelangt. Zudem müsse die Akteurkonstellation von einer interpretativen Ausdeutung möglicher Verbrauchdiskurse begleitet werden. Und schließlich existieren Vorgänge wie das „Nudging“ quer über verschiende Politikfelder hinweg, sind also nicht allein auf die Verbraucherpolitik begrenzt. Hier gelte es, ihre Langzeitwirkungen und ihren Einfluss auf das Handeln der Verbraucher zu untersuchen. Weiterlesen

Mit dem Verbraucher Politik machen? – Neuer Aufsatz erschienen

Wie wird mit Verbraucherinnen und Verbrauchern Politik gemacht? Und wie werden sie dabei von der Politik adressiert? In einem neuen Aufsatz für die Beiträge zur Verbraucherforschung bearbeiten wir diese Fragen anhand einer Auswertung von Gesetzesinitiativen des Deutschen Bundestages zwischen den Jahren 2009 und 2017. Unser Beitrag fokussiert auf die Politikfelder Energie und Gesundheit und resümiert, dass politische Maßnahmen bislang kein konkretes Adressatenverständnis zeigen. Dies lässt vermuten, dass politische Akteure in der Gestaltung der Maßnahmen bislang noch wenig das Verhalten reflektieren und als Ausgangspunkt für ihre Politik nutzen. Das Projekt IniVpol arbeitet auf Basis dieser ersten Auswertung an einem Konzept und empirischen Tests, um die vielfältigen politischen Maßnahmen zur Beeinflussung des Verbraucherhandelns einzuordnen und dadurch den Wandel der Verbraucherpolitik verstehen zu können. Die Beiträge zur Verbraucherforschung werden vom Kompetenzzentrum für Verbraucherforschung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (KVF NRW) herausgegeben. Unser Beitrag enthält Ergebnisse, die wir auf einer gemeinsamen Tagung im letzten Jahr in Düsseldorf vorgestellt hatten. Der gesamte Band steht zum kostenfreien Download zur Verfügung (hier).

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