IniVpol

Instrumente in der Verbraucherpolitik

Schlagwort: energieverbrauch

Mit dem Verbraucher Politik machen? – Neuer Aufsatz erschienen

Wie wird mit Verbraucherinnen und Verbrauchern Politik gemacht? Und wie werden sie dabei von der Politik adressiert? In einem neuen Aufsatz für die Beiträge zur Verbraucherforschung bearbeiten wir diese Fragen anhand einer Auswertung von Gesetzesinitiativen des Deutschen Bundestages zwischen den Jahren 2009 und 2017. Unser Beitrag fokussiert auf die Politikfelder Energie und Gesundheit und resümiert, dass politische Maßnahmen bislang kein konkretes Adressatenverständnis zeigen. Dies lässt vermuten, dass politische Akteure in der Gestaltung der Maßnahmen bislang noch wenig das Verhalten reflektieren und als Ausgangspunkt für ihre Politik nutzen. Das Projekt IniVpol arbeitet auf Basis dieser ersten Auswertung an einem Konzept und empirischen Tests, um die vielfältigen politischen Maßnahmen zur Beeinflussung des Verbraucherhandelns einzuordnen und dadurch den Wandel der Verbraucherpolitik verstehen zu können. Die Beiträge zur Verbraucherforschung werden vom Kompetenzzentrum für Verbraucherforschung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (KVF NRW) herausgegeben. Unser Beitrag enthält Ergebnisse, die wir auf einer gemeinsamen Tagung im letzten Jahr in Düsseldorf vorgestellt hatten. Der gesamte Band steht zum kostenfreien Download zur Verfügung (hier).

Böll-Stiftung veröffentlicht Meeresatlas

Als Teil einer ausgewogenen Ernährung wird der verstärkte Konsum von Fisch und Fischprodukten empfohlen. Die überwiegend öffentlich finanzierte Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)  empfiehlt bei der Wahl von Nahrungsmitteln mindestens ein- bis zweimal pro Woche auf Fisch zurückzugreifen. Die grünennahe Heinrich-Böll-Stiftung hat dieser Tage zusammen mit der Zeitschrift Le Monde diplomatique den Meeresatlas 2017 veröffentlicht. Als Teil der Reihe über nachhaltigen Konsum informiert der Atlas auch über die gestiegene Nachfrage nach Fisch und die Entwicklung der globalen Fischbestände. Dass ein wachsender Teil des Bedarfs über künstliche Fischpopulationen befriedigt wird, ist keine neue Erkenntnis, aber ein drängendes Problem, da Ökosysteme und Bestände nicht beliebig erweiter- und veränderbar sind. Und auch der wachsende ökologische Fußabdruck, der durch den anhaltend hohen Energiebedarf in den westlichen Industrienationen erzeugt wird, wirkt sich schädlich auf die Fischbestände aus. Durch die Schmelze der Polkappen – eine Folge der globalen Erwärmung – verändert sich die Süßwasserzusammensetzung der Meere und die Nahrungsgrundlage für bestimmte Fischarten. Die globale Erwärmung ist somit mindestens indirekt mit der Verbraucherpolitik verknüpft. Wir empfehlen den Atlas zur informierenden Begleitlektüre.

Der Meeresatlas kann hier heruntergeladen werden.

© 2018 IniVpol

Theme von Anders NorénHoch ↑