Als Teil einer ausgewogenen Ernährung wird der verstärkte Konsum von Fisch und Fischprodukten empfohlen. Die überwiegend öffentlich finanzierte Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)  empfiehlt bei der Wahl von Nahrungsmitteln mindestens ein- bis zweimal pro Woche auf Fisch zurückzugreifen. Die grünennahe Heinrich-Böll-Stiftung hat dieser Tage zusammen mit der Zeitschrift Le Monde diplomatique den Meeresatlas 2017 veröffentlicht. Als Teil der Reihe über nachhaltigen Konsum informiert der Atlas auch über die gestiegene Nachfrage nach Fisch und die Entwicklung der globalen Fischbestände. Dass ein wachsender Teil des Bedarfs über künstliche Fischpopulationen befriedigt wird, ist keine neue Erkenntnis, aber ein drängendes Problem, da Ökosysteme und Bestände nicht beliebig erweiter- und veränderbar sind. Und auch der wachsende ökologische Fußabdruck, der durch den anhaltend hohen Energiebedarf in den westlichen Industrienationen erzeugt wird, wirkt sich schädlich auf die Fischbestände aus. Durch die Schmelze der Polkappen – eine Folge der globalen Erwärmung – verändert sich die Süßwasserzusammensetzung der Meere und die Nahrungsgrundlage für bestimmte Fischarten. Die globale Erwärmung ist somit mindestens indirekt mit der Verbraucherpolitik verknüpft. Wir empfehlen den Atlas zur informierenden Begleitlektüre.

Der Meeresatlas kann hier heruntergeladen werden.