Der Workshop „Politik mit dem Verbraucher“ führte Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Verbraucherpolitik und Wirtschaft zusammen. Dadurch wurden verschiedene Perspektiven auf das dynamische Forschungsprogramm der Verbraucherforschung gerichtet. Am Ende zeichnete sich ab, dass es nicht eine Perspektive auf das Akteurhandeln in der Verbraucherpolitik geben kann und dass Verbraucherforschung und -politik enge Wege gehen sollten, um die aktuellen Veränderungen einzuordnen.

Der Workshop wurde mit einem Vortrag von Holger Straßheim (Universität Bielefeld) eingeleitet. Straßheim fragte allgemein nach der Rolle verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse für die Verbraucherpolitik. Nach einer Vorstellung zentraler Akteure, Begriffe und verwendeter Methoden fokussierte Straßheim auf eine spezifische Akteurkonstellation innerhalb der Verbraucherpolitik, die er mittels Netzwerkanalyse abbildete. Insgesamt sah Straßheim weiteren Forschungsbedarf was die Anfälligkeit politischer Partizipation seitens der Verbraucher für manipulative Aufbereitung von verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen abelangt. Zudem müsse die Akteurkonstellation von einer interpretativen Ausdeutung möglicher Verbrauchdiskurse begleitet werden. Und schließlich existieren Vorgänge wie das „Nudging“ quer über verschiende Politikfelder hinweg, sind also nicht allein auf die Verbraucherpolitik begrenzt. Hier gelte es, ihre Langzeitwirkungen und ihren Einfluss auf das Handeln der Verbraucher zu untersuchen. Weiterlesen